Offener Brief an alle BVV-Mitglieder

Der “vorhabenbezogene Bebauungsplan” wird in aktueller Form von der Bürgerinitiative Eylauer Straße abgelehnt. Wir fordern die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf, die Entscheidung zu vertagen und nachzubessern!

Die Überschreitung der zulässigen Höhe kann nicht damit begründet werden, dass die Sockelgeschosse nicht mitzählen. Entscheidend ist das natürliche Geländeniveau! Wäre die Sichtweise von Frau Huber zutreffend, würden dies viele Bauherren nutzen, um höher zu bauen.

Die Bebauungstiefe scheint besonders kritisch, denn darauf gingen weder Bezirksamt noch der UTB- Gutachter qualifiziert ein, obwohl geringere Zahlenwerte in Ulli Zedlers Gutachten genannt wurden. Die überbaubare Grundstücksfläche (Bautiefe) scheint somit überschritten zu sein.

Nach wie vor ist die baurechtliche Zuordnung – ob §34 oder §35 – noch strittig! Die nächstgelegene § 35 Fläche/Außenbereich befindet sich laut BA an der Bautzener Str. und nicht nach Ansicht des Gutachters des Investors im Tiergarten !

Bzgl. des von Frau Huber besonders hervorgehobenen „Wohnhauses“ auf der Fläche (Seite 2, 3. Absatz: Westlich des Discounters existiert sogar ein Wohnhaus…), ist eindeutig festzustellen, dass es historisch einer Bahn-affinen Nutzung zuzuordnen ist und nicht einer gründerzeitlichen Bebauung. Es ist nur zweigeschossig und durch Material (roter Klinker) und Bauart deutlich dem Erscheinungsbild von Stellwerken zuzuordnen.

Am 13.6. war im Stadtentwicklungsausschuss erstmalig die Rede von insgesamt ca. 1.200 geplanten Wohneinheiten (inkl. Möckernkiez ca.400 WE) im direkten Umfeld zur Eylauer Straße.

Unserer Ansicht nach ergibt sich die Erfordernis, alles zusammen in seinen Auswirkungen und Verträglichkeit zu sehen und zu diskutieren. Und die Öffentlichkeit mitzunehmen! Deshalb bitten wir, heute noch keine Entscheidung über einen vorhabenbezogenen B-Plan zu fällen!

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2 Kommentare zu Offener Brief an alle BVV-Mitglieder

  1. Pingback: Aktuelle Entwicklungen vor der Sommerpause | BI Eylauer Straße im Viktoriakiez

  2. Jörg Simon sagt:

    Der jetzt von der Grünenfrau Dr. Klotz und der BVV-Mehrheit favorisierte „Vorhabenplan- und Erschließungsplan“ gem. §12 BauGB ist nichts weiter als ein scheinbar legalisierte Deal mit dem Investor, scheinbar insofern als begründete Zweifel an der „Erforderlichkeit“ (vgl. §1 Abs. 3 BauGB) der Planung bestehen, jedenfalls wenn man die BA-Begründung für die Genehmigung der Kopfbauten für bare Münze nimmt. Unabhängig von diesem Aspekt wird durch die vom Investor erbetenen Zutaten das Vorhaben ja nicht grundsätzlich besser. Weder wird die Gebäudehöhe auf ein erträgliches Maß, noch dieGrundstücksausnutzung (GFZ und GRZ) auf die von der Baunutzungsverordnung vorgegebene „Obergrenzen“ reduziert. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Investor mit den genehmigten 80 Wohnungen bereits bestens bedient wurde und schon aus stadtklimatischen Gründen (vgl. Umweltatlas), eine Fortsetzung dieses Projektes unter allen Umständen verhindert werden sollte. Daneben ist die Planung auch insofern unzulässig, weil ihre Geltungsbereichsgrenzen fehlerhaft sind. Die Grundstücke an der Eylauer Str. hätten in die Planung einbezogen werden müssen.

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