Investor hat Klotz am Bein gehabt

Update 16.5. : Wie uns der Verein „Berliner Unterwelten“ gestern mitteilte, handelt es sich nicht um ein erhaltenswürdiges, unterirdisches Objekt .

„Die Baufirma hat an einer Stelle, auf ca. 1 m² die Fläche durchstoßen und festgestellt, das es sich um eine ca. 20 cm starke Fundamentplatte eines alten Gebäudes handelt, die auf einer Schicht aus Schlacke gegründet wurde. Darunter befindet sich gewachsener Boden, ohne weitere Hohlräume.“
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..am 11.5. wurde im Laufe des Tages nach und nach eine rätselhafte Betonplatte auf dem Baugrundstück an der Monumentenstr. 15 freigelegt.
Hier ein Ausschnitt
Nach dem Granatenfund der letzten Woche sind wir besorgt, wie der Investor und die Bezirke sich nun zu der Ausgrabung verhalten.

Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (DSchG Bln)
§3 Bodendenkmale
(1) Wer ein Bodendenkmal entdeckt, hat die Arbeiten an der Fundstelle sofort einzustellen und die Entdeckung unverzüglich der unteren Denkmal­schutzbehörde anzuzeigen. Zur Anzeige verpflichtet sind der Entdecker und der Verfügungsberechtigte; wird das Bodendenkmal bei der Durchführung eines Bauvorhabens entdeckt, so ist auch der Bauleiter zur Anzeige verpflichtet. Der Fund und die Fundstelle sind bis zum Ablauf von vier Werktagen nach der Anzeige in unverändertem Zustand zu belassen.
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Wie war es beim Ausschuss für St.Entwicklung am letzten Mittwoch, hier eine kurze Zusammenfassung von Werner Copray

Investor zeigt wenig Kreativität und Flexibilität

Genau gar nichts Neues erfuhren Interessierte über den Bebauungsplan 7-1 in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses T./S. Am 9. Mai 2012 wurde ein weiteres Mal die Errichtung der „Eiger-Nordwand“ (lt. Bürgermeister Schultz F./K.) vorgestellt.

Höchst interessante Aussage von SPD-Bezirksverordneten Christoph Götz
Den jetzt wieder vorgelegten Entwurf befindet Herr Götz als „auf der Linie der SPD.“

Nun, man muss wissen: Herr Götz hat mit unserer Bürgerinitiative 2010 folgenden Antrag formuliert:
„Das Bezirksamt wird ersucht, im Rahmen der Diskussion des Planungsvorhabens Duden- / Monumentenstraße, westlich der Eylauer Straße, mit dem Baukollegium der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung folgende Eckpunkte für die bezirkliche Positionierung einzubringen:
– Grundsätzliche Offenhaltung der bestehenden hoch verdichteten Hofsituationen
– Zulassung von Eckbebauungen an der Duden- und der Monumentenstraße mit im Grundriss L-förmigem Anschluss an die bestehende Blockrandbebauungen, in der Höhe des Altbaubestandes
– Zulassung von Kopfbebauungen entlang der Privatstraße, die sich in der grundrisslichen Anordnung und der Höhe an den frei stehenden Giebelwände des Altbaubestandes orientieren
– Zulassung einer durchgehenden Sockelbebauung entlang der Privatstraße mit zwei Geschossen unterhalb des Straßenniveaus der umgebenden Straßen“

Dieser SPD Antrag wurde von der BVV T/S angenommen!
Der nun vorgestellte Entwurf beinhaltet die „grundsätzliche Offenhaltung“ maximale Verdichtung „der bestehenden hoch verdichteten Hofsituationen“

Wir fragen uns hier, wie oft wechselt die Linie der SPD und wie kommt sie zustande?
Für uns ist diese Linie jedenfalls nicht erkennbar, schon gar nicht transparent.
Welchen Interessen folgt denn Herr Götz und die SPD hier?
Den Interessen der betroffenen Bürger läuft dies mehrheitlich zu wider!

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Am Mittwoch den 16.5. tagt die nächste BVV im Rathaus T./S. ab 17 Uhr.
Mit den uns betreffenenden Themen:
Rücknahme der Baugenehmigungen Nr. 2011-2014 und 2012-2096

Öffentliches Bautagebuch für die Baumaßnahmen Schöneberger Schleife/Flaschenhalspark

und zur „Verschmälerung der Bautzener Treppe“

Finanzierbarkeit der Bautzener Treppe

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Kundgebung gegen die ZIA-Konferenz
am  23.05.2012 um 12:00;
mehr Information »

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